Die moderne Welt ist energiehungrig. Die Suche nach Rohstoffen zur Energieerzeugung formt spätestens seit der Industrialisierung das Erscheinungsbild unserer Landschaften: Wälder und Dörfer verschwinden zugunsten des Kohleabbaus, kilometerlange Freileitungen durchsetzten Raps- und Maisfelder. Die Klimakrise erfordert einen erneuten Wandel von Land- und Ortschaften. Die Diskussion um Erneuerbare Energien hat sich hier längst von einer ästhetischen zu einer hochpolitisierten Identitätsfrage entwickelt, bei der es um die Verhandlung geopolitischer Abhängigkeiten auf Bundes- und Regionalebene geht.

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virtual resistance

Die serbische Gesellschaft ist in fast allen politischen Fragen polarisiert. Der Mangel an demokratischer Entwicklung zeigt sich deutlich in der Gestaltung und Entwicklung städtischer Räume. Stadtpolitik wird nicht nach den Bedürfnissen der Bürger:innen formuliert, sondern ist oft Ergebnis dubioser Geschäfte zwischen Mitgliedern der politischen und wirtschaftlichen Eliten. Eines der größten Projekte ist die Belgrade Waterfront: Mit diesem Megaprojekt sollen fast 100 ha am Ufer der Save in ein glitzerndes Stadtzentrum verwandelt werden. Damit reiht sich Belgrad in einen weltweiten neoliberalen Aufschwung ein, bei dem „Wachstum“ über den Bedürfnissen der Menschen steht und Investitionen über die wirtschaftlichen Grundlagen eines Landes hinausgehen.

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Werben an der Elbe

Die Urbanisierung und die verschärfte demographische Ungleichheit zwischen Stadt und Land sind allgegenwärtig. Ländliche Regionen erfahren eine Veränderung ihres kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Gefüges und sehen sich zunehmend mit den Auswirkungen des
Klimawandels konfrontiert. Unser Projekt erforscht diesen Raum und seine Potentiale mit partizipativen räumlichen und gestalterischen Interventionen, Diskursen und Workshops.

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0086 Momentaufnahme China

Von Widersprüchen gezeichnet ist Chinas Entwicklung für Außenstehende nur schwer zu erfassen. Es herrscht ein grundlegend verschiedenes Verständnis von Fortschritt und Tradition sowie von politischem Konsens und gesellschaftlicher Diversität, was sich insbesondere in der Architektur und der Stadtplanung widerspiegelt.
Dieses Spannungsfeld führte uns zu einer dreimonatigen Reise durch den Osten des Landes. Sowohl in Metropolen wie Shanghai und Shenzhen als auch in ländlichen Gegenden wie Songyang oder bei einem Besuch der Dong-Minorität hatten wir die Gelegenheit, mit Akteuren und Beteiligten ins Gespräch zu kommen und mit ihnen über die aktuellen Tendenzen in der Baukultur des Landes zu sprechen.

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Die Insel

Die Insel wurde als gemeinschaftliches Tanzprojekt mit Bewohner*innen der Mierendorff-Insel in Berlin geplant, musste Im Zuge der Corona-Beschränkungen im Frühling 2020 jedoch ins Netz verlegt werden. Neue Fragen ergaben sich: Wie lässt sich der öffentliche Raum eines Kiezes mit virtuellen, imaginierten und filmischen Räumen verschränken? Kann der intime Akt, im eigenen privaten Raum vor der Kamera zu tanzen in Zeiten von physischer Distanz etwas Verbindendes darstellen?

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Als mobile Radiostation verlassen wir die Innenstadt Potsdams und lassen uns von den Geschichten der Anwohner*innen zu neuen und alten, sehr persönlichen Zentren der Stadt navigieren. Wir empfangen Signale aus der Vergangenheit, senden in der Gegenwart und manövrieren uns durch Potsdams multiple Zentren kollektiven Seins in die Zukunft.

Die Idee eine Stadt könne nur ein Zentrum haben ist nicht mehr zeitgemäß. Daher begibt sich unser Projekt auf die Suche nach neuen Zentren, unter der Annahme, die Menschen seien das Zentrum.

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Parkplatz Berlin

11,5m2 entsprechen der Größe eines Parkplatzes vor der Technischen Universität Berlin an der Straße des 17. Juni. Stünde dieser Raum zum Verkauf, würde er auf dem jetzigen Wohnungsmarkt nach dem durchschnittlichen Angebotspreis für Eigentumswohnungen in Charlottenburg 64.078€* kosten. Wir wollen diesen teuren Raum beleben und versuchsweise an mehreren Tagen auf häuslich eingerichteten Stellplätzen mit aufgeklebten Wohnungsgrundrissen wohnen. 

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